gh / Im Artikel über den international renommierten Textilgaleristen Rudolf Smend im amerikanischen Magazin "Fiberarts" April/Mai 2005 wird das Kleid "Madame Butterfly" von Mascha Mioni prominent dargestellt.
"Ein Kleid zu kreiern bedeutet das Abnehmen des Bildes von der Wand, um damit den Körper zu umwickeln. Damit ändert man die Art des Zugangs und der Bedeutung. Das Schergewicht von einem isolierten Objekt, das als ‚Kunst’ gilt, verlagert sich zu einer Kunst, die auch ein funktionales Kleidungsstück ist.“ Mascha Mioni
Veronika Moos-Brochhagen im Textilforum / Vom 21. bis 24. November 2002, anlässlich der Messe "Knitting & Stitching Show" in Harrogate, Yorkshire, Grossbritannien.
... Am Ende der zwei dichtgefüllten Tage stand die Schau "Art to Wear: A Shibori Symphony". Im alten, malerischen Royal Theatre wurden in Zusammenarbeit mit dem College of Art and Design aus Leeds mehr als 24 Original-Kreationen, inspiriert von traditioneller Shibori Technik, von Künstlerinnen wie Marian Clayden (USA/UK), Genevieve Dijon (Kanada/USA), Angelina Deantonis (USA), Sara Keith (Schottland) und vielen anderen vorgeführt. ....
Mascha Mioni über das Textilforum
"Mit der Gründung der Zeitschrift "Textilforum" durch Beatrijs Sterk und Dietmar Laue entsteht im Jahre 1981 ein wichtiger Ort der Vermittlung und des Austausches. "
Aus dem Vorwort von "Art to Wear 3", Mascha Mioni, erscheint 2005,
ISBN 3-9520943-5-8)
Marlène Meister / ---- Gemalte Bilder als Kleid oder als Kunst an der Wand -------
Marlène Meister / Wie jeder Künstler hat auch die in Wangen wohnhafte Malerin Mascha Mioni einen Prozess durchlaufen, sich in ihren Ausdrucksmitteln gewandelt. Drückte sie sich vor Jahren noch gegenständlich aus, ist sie dazu übergegangen, polychrome Bilder zu schaffen und im textilen Bereich Stoff zu bemalen wie ein Bild und in der Folge daraus phantastische Kleider zu schneidern. .... 1977 stellte sie erstmals aus, und zwar in Wangen. Mit den Jahren machte ihre Kunst eine Wandlung durch: Mascha Mioni begann, vermehrt abstrakt zu malen. Heute finden sich ihre Bilder - gegenständliche und abstrakte - bei Privaten und in öffentlichen Bauten, sogar etwa bei der Unesco in Paris. Die Künstlerin besitzt für ihre heutige Kunst somit die Erfahrungen anderer Techniken bis zurück zur gegenständlichen Kunst. Mascha Mioni: «Vom Künstler aus gesehen ist es absolut unwichtig, ob er Blumen, also gegenständlich, oder Farbflächen, also abstrakt, malt.» Jedes neue «Produkt» dürfe als Zeichen seiner Entwicklung, seines Charakters, seiner Wesensart und seines Ausdrucks bezeichnet werden. Ebenso wichtig gestalte sich für sein Oeuvre das Umfeld, in dem er lebe. Manche würden einem einzigen Stil treu bleiben, viele - so auch sie selbst - liebten das Experiment. ..........
Ihre Bilderkieider sind etwas vom Schönsten, was man sich denken kann. Da ist beispielsweise ein schulterfreies Abendkleid. Auf ihm hat die Künstlerin - wohlgemerkt in abstrakter Malweise - eine Blumenwiese im Sommer gezaubert, das tiefe Blau eines Julihimmels, das Gelb strahlender Sonnenblumen, das Grün saftiger Wiesen und das Rot eben erblühter Geranien. Da ist aber auch das «Vogelkleid», das mit kühlen Biautönen in allen möglichen Schattierungen und klarem Weiss bemalt ist oder ein rotes Gewand, das Leidenschaft, Temperament, Passion, Feuer und Lava ausstrahlt. ....
Zurzeit steht Mascha Mioni im künstlerischen Dialog mit dem Skulpteur Lawrence McLaughlin. 1998 folgte die erste gemeinsame Ausstellung. «Transparent Souls» («transparente Seelen») bilden den Leitgedanken, dem sich die beiden Künstler gewidmet haben. Sie sind der Auffassung, dass Kunst die Sprache ist, die zur Seele spricht. ....
Dorine Wyss berichtet in der Lokalzeitung Anzeiger von Uster über Mascha Mioni anlässlich der Vernissage ihres ersten Art to Wear Buches in der Galerie in der Loft, Dietlikon/Zürich.